RIEMVISION Schutzbrief schützt zu 100% vor Barrierefreiheit Abmahnungen

6 Monate BaFG-Pflicht: Erste Abmahnwellen erreichen den österreichischen E-Commerce (Markt-Analyse Q1/2026)

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BaFG) ist nun seit über einem halben Jahr in Kraft (Stichtag: 28. Juni 2025). Während die ersten Monate von einer gewissen Zurückhaltung der Behörden geprägt waren, ändert sich der Wind im österreichischen digitalen Markt seit Jahresbeginn 2026 spürbar.

Wir bei RIEMVISION beobachten eine deutliche Zunahme an Aktivitäten – sowohl seitens der Schlichtungsstellen als auch durch Wettbewerbsverbände. Hier ist unsere Analyse der aktuellen Lage für Webseitenbetreiber.

 

Die Schonzeit ist vorbei

In den ersten Monaten nach Inkrafttreten lag der Fokus des Sozialministeriumservice vor allem auf Aufklärung und der Prüfung von Großkonzernen. Diese Phase scheint abgeschlossen. Seit November 2025 häufen sich Berichte über automatisierte "Scan-Wellen". Dabei setzen Prüf-Instanzen Bots ein, die tausende österreichische Domains (.at) auf simple technische Fehler scannen (z.B. fehlende Alt-Texte oder mangelhafte Kontraste).

 

Wer wird aktuell abgemahnt?

Entgegen der landläufigen Meinung trifft es nicht nur die "Großen". Aktuelle Daten zeigen, dass vermehrt mittelständische Webshops in den Fokus rücken. Besonders betroffen sind Branchen mit hoher Endkunden-Frequenz:

  • Mode & Bekleidung: Hier fehlen oft Alternativtexte bei den Produktbildern.
  • Tourismus & Hotellerie: Buchungsmasken sind oft nicht tastaturbedienbar.
  • Apotheken & Drogerien: Die Lesbarkeit von Beipackzetteln (PDFs) wird bemängelt.

 

Neue Taktik der "Abmahn-Industrie"

Neben den behördlichen Prüfungen sehen wir einen Anstieg wettbewerbsrechtlicher Abmahnungen. Das Szenario: Ein Konkurrent mahnt einen anderen Shop ab, weil dieser durch die Nichteinhaltung des BaFG Kosten spart und sich so einen "unlauteren Wettbewerbsvorteil" verschafft. Diese Abmahnungen sind oft teurer als die behördlichen Strafen, da hier Anwaltskosten und Unterlassungserklärungen sofort fällig werden.

 

Das Fazit von RIEMVISION

Die Zeit des Abwartens ist definitiv vorbei. Wer 2025 noch gehofft hat, "unter dem Radar" zu fliegen, geht 2026 ein unkalkulierbares Risiko ein. Die gute Nachricht: Die Behörden zeigen sich oft kooperativ, wenn Unternehmen nachweisen können, dass sie bereits an einer Lösung arbeiten (z.B. durch einen Audit-Bericht oder einen Maßnahmenplan).

Unsere Empfehlung: Warten Sie nicht auf den Brief. Dokumentieren Sie jetzt Ihre Bemühungen. Ein laufendes Audit ist Ihr bester Schutzschild gegen den Vorwurf des Vorsatzes.

➔ Gehen Sie auf Nummer sicher: Starten Sie das Jahr 2026 mit unserem Status-Check.